Stärke durch Vielfalt und Community
Studien zeigen: der traditionelle Arbeitsmarkt ist nicht der sicherste Ort für queere Personen Verband Queere Vielfalt. Daher ist es umso wichtiger, dass Selbstständigkeit eine sichere Alternative bietet. Die Gemeinschaft bietet Rückhalt für dich als queere Gründende: In Deutschland sind Schätzungen zufolge 15 Prozent der Gründenden queer wirtschaftswoche. Und es gibt immer mehr Angebote aus der Community für die Community, z.B. Identity, ein Wagniskapitalgeber, der nur queer-geführte Unternehmen finanziert.
1. So stärkst du dich gegen strukturelle Hürden
Queere Gründende erleben manchmal leider auch Diskriminierung in Finanzierung oder Netzwerken – etwa bei Förderanträgen, in Beratungsstrukturen oder beim Zugang zu Kundschaft. (VGSD) Dabei sind Unternehmen, die Diversität in ihrer DNA tragen – einschließlich LGBTQIA+ Gründende – im Durchschnitt innovativer und resilienter. Diese Stärke liegt in einer inklusiven Unternehmenskultur, die Kreativität, Authentizität und Vielfalt fördert. (link) (link) Eine wichtige Antwort: Empowerment durch queer-sensible Beratung und Communities, die Raum und Sicherheit bieten.
2. Community und queere Solidarität ist ein Vorteil
Eine starke Community kann dir Möglichkeiten eröffnen:
"Mein Netzwerk ist auch deswegen so stark, weil ich schwul bin" sagt Marc Funk (Gründer von Frontnow). Er sieht seine Queerness als entscheidenden Vorteil: Sie erlaubt ihm, ohne Berührungsängste Menschen kennenzulernen, die sonst nie mit ihm reden würden. Sie öffnet Türen und schafft Kontakte. Ecomio-Gründerin Katharina Riederer stimmt zu: „Ich habe durch mein Outing bisher nichts verloren, sondern eher gewonnen" Riederer hofft, dass sich mehr bekannte Gründende öffentlich als queer bekennen, auch für die Vorbildfunktion. wirtschaftswoche
Größere Netzwerke (z.B CSD Deutschland e.V.) und lokale Vereinsarbeit sowie regionale Angebote aus der Community (z. B. queere Stammtische, Meet-ups Transident e.V.) können dein Netzwerk stärken und Solidarität fördern. Das funktioniert auch branchenübergreifend! Anbei findest du Anlaufstellen für Gründende und Nicht-Gründende.
3. Nutze gezielte Unterstützungsangebote
Bei folgenden Angeboten findest du wichtige Unterstützung:
- PrOut@Work-Foundation
Engagiert sich für Chancengleichheit, publiziert Ratgeber und fördert queere Netzwerke in Unternehmen – wichtig gerade für Business-Kontexte. PrOut@Work
- Queerbeet
Der VGSD bietet Vernetzung mit queeren und unterstützenden Selbstständigen, die dich persönlich wie beruflich stärken soll. Queerbeet
- LSVD+ – Verband Queere Vielfalt e. V.
Größte Organisation der queeren Community in Deutschland mit bundesweit aktiven Landesverbänden – bietet Netzwerk, Beratung und politische Lobbyarbeit. LSVD+
- Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (HMS)
Fördert gemeinnützige queere Projekte (z. B. Innovation und Beratung) mit Zuschüssen zwischen 500 € und 5.000 €, u. a. auch über den Waltraud-Schiffels-Fonds für trans* Personen. HMS
- Interventionen für geschlechtliche & sexuelle Vielfalt (Dissens e. V.)
Bietet eine umfassende Übersicht zu thematisch breit aufgestellten Anlaufstellen – besonders in Berlin – darunter ABqueer e. V., Queere JugendHilfe, TransInterQueer (TrIQ) u. v. m. interventionen.dissens.de
Anlaufstellen im Überblick
| Organisation / Initiative | Angebot / Nutzen |
|---|---|
| LSVD+ – Verband Queere Vielfalt | Beratung, Lobbyarbeit, Netzwerk unter den größten queeren NGOs Deutschlands LSVD+ |
| PrOut@Work-Foundation | Publikationen, Ratgeber, Förderung queerer Netzwerke in der Arbeitswelt PrOut@Work |
| Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (HMS) | Zuschüsse für queere gemeinnützige Initiativen, auch trans*-Projekte HMS |
| Queerbeet | Vernetzung mit queeren und unterstützenden Selbstständigen Queerbeet |
| Queerberaten | Excel-Verzeichnis mit Anlaufstellen zu Antidiskriminierungsarbeit queerberaten.de |
| Dissens e. V. / Interventionen | Übersicht regionaler Queer-Anlaufstellen (z. B. Berlin), Workshops, Bildung interventionen.dissens.de |
4. So kann es für dich weitergehen
| Schritt | Was du jetzt angehst |
|---|---|
| 1. Community & Perspektive | Netzwerken, Mentoring, Awareness über queere Herausforderungen beim Gründen |
| 2. Förderoptionen ermitteln | Stiftungen (BMH, HMS), lokale Fonds, Impact-Investoren, Crowdfunding, Identity vc |
| 3. Plan & Konzept ausarbeiten | Businessplan, Finanzbedarf, passende Förderwege identifizieren |
| 4. Sichtbar werden | Events, Marketing, queere Plattformen nutzen |
1. Perspektive schaffen & in Community verankern
- Tritt queeren Netzwerken bei, z. B. Queer@YPOG, ALICE, VGSD Queer-Beirat – so bekommst du Zugang zu Mentoring, Austausch und Expertise VGSD.
- Mach dir bewusst: Queere Gründende sind oft Innovationsmotoren (ca. 18 % Anteil), aber auf Finanzierung und Beratung stoßen sie häufiger auf Barrieren VGSD.
- Nutze Angebote wie die PrOut@Work-Foundation für Vernetzung, Workshops und Sichtbarkeit in Arbeitswelten PrOut@Work
2. Fördermittel & Finanzierung nutzen
- Recherchiere gezielt nach queeren Förderprogrammen und Stiftungen:
- Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) fördert queere Projekte mit teils bis zu mehreren hunderttausend Euro BMH - Hannchen-Mehrzweck-Stiftung (HMS) vergibt gemeinnützigkeitsorientierte Zuschüsse (ca. 500–5.000 €), etwa für trans* Initiativen über den Waltraud-Schiffels-Fonds HMS - In Berlin gibt's den LSBTI-Inklusionsfonds über die Senatsverwaltung, für Projekte zur Sichtbarkeit, Inklusion und Empowerment Berlin.de. - In Niedersachsen kann dein queeres Projekt über das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) bis zu 5.000 € für Öffentlichkeitsarbeit, Workshops, Beratung, Medienarbeit erhalten qnn.de.
3. Business- und Förderplanung konkretisieren
- Arbeite in deinem Businessplan oder Projektkonzept deine Werte ein:
- Mission & evtl. Mehrwert für queere Community
- Wähle passende Bewerbungsformate aus:
- Bist du in Berlin? Denk an LSBTI-Fonds oder lokale Stiftungen (z. B. Münchner Regenbogen-Stiftung) Queeres Netzwerk. - Für wissenschaftsnahe Gründungen lohnt sich ein Blick auf EXIST-Stipendium inklusive Kinderzuschlag (wenn zutreffend) Gain Network.
4. Sichtbarkeit & Netzwerken
- Nutze Plattformen & Events – z. B. ToGathering oder Deep Dive von PrOut@Work – für Austausch mit queeren Fachleuten und Unternehmen PrOut@Work
- Präsentiere dein Projekt lokal – etwa auf Queer-Kiez-Events, CSD oder in queeren Kulturformaten.
- Baue dein Marketing auf Authentizität und Communitybindung auf – z. B. in Social Media, Blogs oder via Community-Content.
- Bleibe im Austausch mit der Community – Feedback, Kooperationen und Sichtbarkeit fördern Nachhaltigkeit.
Quellen
- [1]Verband Queere Vielfalt – 4829 Arbeitsplatz Offenheit Und Diskriminierung Von Lesbischen Schwulen Bisexuellen Trans Intergeschlechtlichen Und Weiteren Queeren Menschen LSBTIQ
- [2]wirtschaftswoche – Erfolg
- [3]Identity – Identity.Vc
- [4]VGSD – Queere Selbststaendige Und Gruender Zwischen Innovationskraft Und Finanzierungshuerden
- [5]link – 2024 03 06 Diversity Matters Even More
- [6]link – Neue Studie Zu Diversity Equity Und Inclusion In Deutschen Startups
- [7]CSD Deutschland e.V. – Der Verein
- [8]Transident e.V. – Trans-Ident.De
- [9]PrOut@Work – Proutatwork.De
- [10]Queerbeet – Queerbeet
- [11]LSVD+ – De
- [12]HMS – Hms-Stiftung.De
- [13]interventionen.dissens.de – Organisationen Anlaufstellen
- [14]queerberaten.de – Queerberaten.De
- [15]BMH – Mh-Stiftung.De
- [16]HMS – Hms-Stiftung.De
- [17]Berlin.de – Projektfoerderung
- [18]qnn.de – Foerderung
- [19]Queeres Netzwerk – Foerdermoeglichkeiten
- [20]Gain Network – Gruenden
- [21]PrOut@Work – Proutatwork.De